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Neolamprologus sexfasciatus (TREWAVAS & POLL, 1952)

 

 

Name: Der Artname nimmt Bezug auf die sechs Körperstreifen.

Typusfundort: Der Typusfundort liegt nördlich von Moba, bei M'toto. Diese klei­ne Ortschaft gehört zu Kongo.

Kennzeichen: Gestalt gestreckt, etwas hochrückiger als die meisten Neolampro­logus, seitlich deutlich abgeflacht. Kräfti­ger Kopf, leicht oberständiges, tief­ gespaltenes Maul. Dorsale, Anale und Ven­tralen enden spitz, nicht verlängert, Caudale rund. Bislang sind drei verschie­dene Farbrassen bekannt. Tiere aus Kongo besitzen eine gelbliche Grundfärbung, mit silbrigweißer Tendenz zum Bauch. Sam­bische Tiere sind am gesamten Körper silbrigweiß und die Rassen aus Tansania zeigen eine gelbe Grundfärbung. Allen ge­meinsam sind 6 schwarze, breite vertikale Körperbänder, 5 davon reichen von der Basis der Dorsale bis an die Körperunter­ seite.

Gesamtlänge: 15 Zentimeter, Weibchen etwas kleiner.

Verbreitung: Im Süden, Südwesten und Südosten des Tanganjikasees vorkommende Art. In der gesamten Nordhälfte nicht nachgewiesen. Dafür kommt in diesem Gebiet mit Neolamprologus tretocephalus eine sehr ähnlich gefärbte Art vor.

Lebensraum: Die Art kommt im Felslitoral, gelegentlich auch in der Geröllzone, ab etwa zwei Meter Wassertiefe vor

Ernährung: Die Art ernährt sich in der Natur von kleineren Mollusken, Krebs­tierchen und Insektenlarven. Sicherlich wird auch anderes im Wasser schweben­ des Futter nicht verschmäht. Im Aquarium Ernährung mit Kleinkrebsen und Insekten­ larven, aber auch Flockenfutter.

Verhalten und Fortpflanzung: Stark aus­ geprägte innerartliche Aggression. Kaum möglich mehr als zwei Tiere zu pflegen, daher paarweise Haltung empfohlen. Gelege bis zu 500 Eier. Bisher konnte nur die gelbe Rasse zur Fortpflanzung gebracht werden.

Aquaristische Hinweise: Das Aquarium muss Versteckplätze in Form von Höhlen und Felsspaltenaufweisen. Als Bodengrund ist mittelgrober Flusssand zu wählen. Pflanzen werden nicht beschädigt. Bei paarweiser Pflege sollte das Aquarium wenigstens eine Grundfläche von einem halben Quadratmeter besitzen. Die Art kann gut mit anderen Tanganjikasee-Cichliden vergesellschaftet werden. Diese sollten ebenfalls Kleinbrockenfresser sein. Reine Aufwuchsfresser eignen sich weniger als Becken mitinsassen. Ideal sind z. B. Cyphotilapia frontosa oder Cichliden aus der Gattung Xenotilapia, Cyprichromis und Paracyprichromis.

Geografische Variation: Neolamprologus sexfasciatus "Kipili" Der Unterschied zu den beiden anderen Varianten liegt in der Färbung. Die hellen Zwischenbereiche sind gelb, anstatt weiß oder beigegelb, gefärbt. Das Verbreitungs­ gebiet befindet sich gegenüber vom Typus­ fundort, also auf der anderen Seeseite, bei Kipili in Tansania und erstreckt sich weiter in Richtung Süden. Neolamprologus sex­fasciatus .Kipili" wurde im Gegensatz zur weißschwarz gefärbten Rasse mehrfach nachgezogen.

Neolamprologus sexfasciatus "Sambia" Tiere der weißschwarz gefärbten Popula­tion sind in der Vergangenheit des öfteren eingeführt worden und galten als der Neo­lamprologus sexfasciatus schlechthin. Inter­essant ist die Tatsache, dass gerade die Variante aus Sambia bislang nicht oder wenn überhaupt, nur ganz vereinzelt nach­ gezogen wurde. Das Vorkommen 'ist auf die südliche Seeregion beschränkt, als Zen­trum kann Sambia angesehen werden.

Anmerkungen: Nur fünf Körperstreifen zeigt Neolamprologus tretocephalus die­se Art besetzt in etwa die selbe ökolgi­schen Nischen wie Neolamprologus sexfasciatus, nur dass diese im Nordteil des Sees gelegen sind. Beide Arten sollten möglichst nicht in einem Aquarium ver­ gesellschaftet werden, da es ständig Rei­bereien untereinander gibt. Ebenfalls ge­streift, aber dennoch in keinster Weise verwandt, sind Cyphotilapia frontosa und Plecodus straeleni.

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